Alle Episoden

Krebs als Pointe: Provokation und Verantwortung bei oe24

Krebs als Pointe: Provokation und Verantwortung bei oe24

‧ 2m 35s

Eine Krebserkrankung als politische Pointe: Eine Äußerung bei oe24TV nimmt TV21 zum Anlass, die Grenzen von Provokation im Fernsehen zu hinterfragen. Der Kommentar unterscheidet zwischen harter politischer Kritik und der Herabwürdigung eines erkrankten Menschen – und fragt, welche Verantwortung ein Sender für wiederholte Entgleisungen in seinen Formaten trägt.

Marterbauers Krebserkrankung und die Grenzen des Boulevards

Marterbauers Krebserkrankung und die Grenzen des Boulevards

‧ 4m 3s

Die öffentliche Debatte über Finanzminister Markus Marterbauers Krebserkrankung wirft Fragen nach den Grenzen politischer Berichterstattung auf. Der TV21-Chefredakteur kritisiert in diesem Kommentar eine Darstellung in „Fellner Live“, die Marterbauer als möglichen Retter der SPÖ ins Spiel bringt. Er erläutert, warum für ihn legitime Kritik an politischen Entscheidungen dort endet, wo die Erkrankung eines Menschen zum Mittel einer Machtkampferzählung wird.

Kreiskys früher Weg: Ein Film als Warnung vor dem Zerfall der Demokratie

Kreiskys früher Weg: Ein Film als Warnung vor dem Zerfall der Demokratie

‧ 2m 25s

In dieser Folge sprechen wir über Harald Sicheritz’ neuen Film „Bruno – Der junge Kreisky“. Der Kinofilm erzählt von den politischen Lehrjahren des späteren Bundeskanzlers Bruno Kreisky: einem jungen Mann aus gutbürgerlichem, jüdisch geprägtem Elternhaus, der seinen Weg in die Sozialdemokratie findet.

Wir blicken auf die prägenden Ereignisse seiner Jugend: den Brand des Justizpalasts, die gewaltsame Niederschlagung der Proteste, den Tod von Demonstranten und die Katastrophe des Aufstands von 1934. Der Film zeigt auch Kreiskys politische Verfolgung unter dem Dollfuß-Regime und später unter den Nationalsozialisten.

Dabei wird deutlich: Diese Geschichte ist keine reine Historie. Sie ist ein Lehrstück über die...

Das Ende von Ardo – wer trägt die Verantwortung?

Das Ende von Ardo – wer trägt die Verantwortung?

‧ 3m 24s

Das Werk wird geschlossen. Arbeitsplätze gehen verloren. Für zahlreiche Bauernfamilien im Marchfeld fällt ein wichtiger Abnehmer für ihr Gemüse weg.

Ardo verweist auf den hohen Investitionsbedarf und die wirtschaftlichen Bedingungen am Standort. Aber ein Werk wird nicht von heute auf morgen alt.

Warum wurde nicht früher investiert? Welche Rolle spielen Produktionskosten in anderen europäischen Ländern? Und was bedeutet diese Schließung für Beschäftigte, Landwirtschaft und die regionale Versorgungssicherheit?

In meinem neuen TV21-Kommentar geht es um Verantwortung — jene des Konzerns, aber auch um die Fragen an Politik und Handel.as Ende von Ardo in Groß-Enzersdorf wirft viele Fragen auf.

Umbruch ist nicht Untergang

Umbruch ist nicht Untergang

‧ 3m 20s

Umbruch ist nicht Untergang – Die Welt wirkt unsicherer: Krieg in Europa, geopolitische Spannungen, wirtschaftlicher Druck und die Sorge, dass frühere Gewissheiten verloren gehen. Viele Menschen fragen sich deshalb, ob dieses Jahrzehnt überhaupt noch besser werden kann.

In dieser Podcastfolge geht es um eine andere, realistischere Perspektive: Ja, wir erleben einen tiefen Umbruch. Alte Sicherheiten tragen nicht mehr wie früher, Europa muss sich bei Sicherheit, Energie, Wirtschaft und Demokratie neu aufstellen. Doch ein Umbruch ist kein vorbestimmter Niedergang.

Wir sprechen über Zuversicht ohne Illusionen: Warum es wichtig ist, Risiken klar zu benennen, ohne der Angst das letzte Wort zu überlassen....

Medienfinanzierung – Empörung rechnet sich

Medienfinanzierung – Empörung rechnet sich

‧ 2m 10s

In Österreich verdienen jene Medien am besten, die der Demokratie am wenigsten geben. Über Medienförderung mit zu hohen Hürden, ein Boulevard-Geschäftsmodell auf Basis von Empörung – und die Frage, was Haltung im Journalismus tatsächlich kostet.

Die Rechnung kommt später

Die Rechnung kommt später

‧ 3m 8s

Man braucht kein Konzept. Man braucht keinen Plan. Man braucht nur einen Schuldigen.
Angst ist die billigste Form von Politik. Sie ist schnell, sie kostet nichts, und sie wirkt sofort. Der Preis wird erst später fällig — meistens dann, wenn niemand mehr zahlen will.
Die Geschichte hat diese Rechnung mehrfach aufgemacht. Spanien vertrieb seine Juden und seine Morisken und verlor mit ihnen Handwerk, Handel und die Netzwerke, die ein Weltreich zusammengehalten hatten. Frankreich vertrieb die Hugenotten und schenkte Preußen einen Teil seiner gewerblichen Elite. Deutschland vertrieb ab 1933 seine Wissenschaft — ganze Fakultäten, und eine Position an der Weltspitze, die...